Derzeitiger Vorstand

Der Vorstand des Vereins Schweizerdeutsch besteht aus folgenden Personen (Stand nach Wahlen an der GV 2017) :

  • Luzius Thöny (Präsident)
  • Alfred Egli (Vizepräsident)
  • Lisa Dermond (Kasse)
  • Susanna Schoch
  • Martina Heer
  • Anne-Regula Keller
  • Rolf Landolt
  • Daniela Widmer

Entstehung

Das mundartforum und die gleichnamige Webplattform sind das jüngste Projekt des Vereins Schweizerdeutsch (VSD). Dieser wurde 1938 – im Vorfeld des 2. Weltkrieges – von Adolf Guggenbühl und Eugen Dieth als «Bund Schwyzertütsch» zum Schutz der Schweizer Mundart und Dialektvielfalt gegründet. Im Laufe der Zeit zeigte sich, dass sich unsere Mundart durchaus behauptet. So änderte der Verein seine Aufgaben und 1990 seinen Namen. 

Der VSD will sensibilisieren für die Vielfalt und Farbigkeit der Schweizer Dialekte. Anliegen sind ihm auch eine sinnvolle Aufgabenteilung zwischen Hochsprache und Dialekt sowie die Beobachtung von deren Entwicklung.

Auch betreut der VSD die Serie «Grammatiken und Wörterbücher des Schweizerdeutschen in allgemeinverständlicher Darstellung». In loser Folge erschienen seit 1948 an die 20 Bände, die zum Teil bereits als Neubearbeitungen vorliegen.

In derselben Zeitspanne gab der Verein Schweizerdeutsch regelmässig, aber in unterschiedlicher Form Mitteilungsblätter oder gar Zeitschriften heraus, so von 2009 bis 2013 die Zeitschrift «SchweizerDeutsch» (3 x jährlich, Redaktor Rudolf Schwarzenbach). Aus finanziellen Gründen musste sie eingestellt werden.

Der VSD unterhält ein Mundartliteratur-Archiv, das vorläufig in Elgg (ZH) Raum gefunden hat.

Von Anfang an unterhielt der VSD enge Kontakte zur Dialektologie an den Hochschulen sowie zu den Redaktionen der Mundartgrammatiken und Wörterbücher (speziell auch zum Idiotikon). Auch haben sich im Vorstand Generationen von massgebenden Dozierenden sowie Dialektforscherinnen und -forschern an den Hochschulen engagiert.

2015 hat ein mehrheitlich neuer Vorstand den Verein übernommen. Dessen Augenmerk liegt zurzeit auf der Vernetzung aller Bereiche, die sich den Schweizer Mundarten widmen oder sie benutzen, unter anderem auf dieser Webplattform.

Der VSD umfasst als Dachorganisation Regionalgruppen, die als selbstständige Vereine handeln:

– Die Gruppe Zürich (siehe www.spraach.ch, ca. 250 Mitglieder) organisiert jährlich 6–10 Vorträge, Lesungen und Ausflüge. Zudem bietet sie Zürichdeutschkurse an und betreibt eine Sprachstelle.

– Der Berndütsch-Verein (ehemals ca. 130 Mitglieder) organisierte jährlich 3–4 Lesungen oder Vorträge. Aufgelöst 2016.

– Die Gruppe Zugerland ist derzeit nicht aktiv.

Der VSD pflegt Kontakte zu andern Organisationen mit ähnlicher Zielsetzung:

– Die Academia glaronensis (eine Arbeitsgruppe, angeschlossen an die Kaufmännische Berufsschule Glarus) setzt sich ein für die Erhaltung und Pflege der Glarner Dialekte und beobachtet deren Entwicklung, die sie so weit es ihr möglich ist auch dokumentiert. Sie sammelt Literatur, Sagen und Lieder und organisiert alljährlich eine «Stubete», eine Führung oder einen Ausflug mit jeweils meistens über 100 Teilnehmenden. Zudem bietet sie Glarnerdeutschkurse an.

– Die Schweizerische Märchengesellschaft (SMG, www.maerchengesellschaft.ch, über 400 Mitglieder) ist ein Zusammenschluss von Menschen, die sich für Märchen, Mythen und Sagen interessieren. Ihr Ziel ist die Förderung der Märchenforschung sowie die Pflege und Verbreitung des Märchengutes, speziell auch unter Berücksichtigung der Schweizer Mundarten. Sie bietet Kurse, Seminare, Tagungen und Symposien an. Die SMG ist Sektion der Europäischen Märchengesellschaft EMG.